Cleanup Challenge an der Heinrich-Heine-Gesamtschule
Müllsammeln als Wettbewerb
Am 17. März durften wir Teil eines besonderen Tages an der Heinrich-Heine-Gesamtschule Düsseldorf sein: der Umwelttag bietet Schüler*innen die Möglichkeit, sich intensiv mit Themen wie Umwelt- und Naturschutz auseinanderzusetzen und Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch zu erleben.
Während sich die verschiedenen Jahrgänge auf unterschiedliche Weise mit zentralen Fragen rund um Nachhaltigkeit beschäftigten, haben wir uns gemeinsam mit dem 7. Jahrgang auf den Weg gemacht – und dabei Theorie in direkte Handlung übersetzt.
Von der Idee zur Challenge
Statt einer klassischen Müllsammelaktion war schnell klar: Wir wollen mehr daraus machen. So entstand die Idee einer Cleanup Challenge, bei der die Klassen gegeneinander antreten.
Mit rund 180 Schüler*innen ging es – ausgestattet mit Handschuhen, Müllsäcken und viel Energie – in die umliegenden Parks. Ziel war es, nicht nur Müll zu sammeln, sondern auch den Teamgeist zu stärken und das Thema greifbarer zu machen.
Um die Motivation zu steigern, konnten die Klassen auf zwei unterschiedliche Arten gegeneinander antreten:
Zum einen ging es darum, möglichst viele Kilogramm Müll zu sammeln, zum anderen konnten Spenden über die Plattform
MOVE gesammelt werden – nach dem Prinzip eines Spendenlaufs, bei dem pro gesammeltem Kilo ein Beitrag zusammenkommt.
Am Ende wurden beide Kategorien separat gewertet: Die Klasse mit dem meisten gesammelten Müll gewann einen gemeinsamen Wandertag, während die Klasse mit den meisten Spenden sich über eine exklusive Kinovorstellung freuen durfte.
So hatte jede Klasse die Chance, auf ihre eigene Weise alles zu geben – und genau das hat man auch gemerkt. Schnell stand nicht mehr nur der Gewinn im Vordergrund, sondern vor allem der Ehrgeiz innerhalb der Gruppen, gemeinsam etwas zu erreichen.
Über 700 kg Müll – und viele Erkenntnisse
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 737,32 Kilogramm Müll wurden von insgesamt sechs Klassen gesammelt.
Doch noch beeindruckender als die Zahl war das, was die Schüler*innen dabei erlebt haben. Neben typischem Alltagsmüll wie Verpackungen, Papier oder Plastik kamen auch unerwartete Gegenstände zum Vorschein – darunter Fahrräder, Matratzen und Schreibtischstühle.
Diese Funde haben bei vielen für echte "Aha-Momente" gesorgt. Denn sie zeigen ganz konkret, wie viel Müll auch in unmittelbarer Umgebung achtlos entsorgt wird – oft an Orten, die eigentlich als Erholungsräume gedacht sind.
Mehr als nur Aufräumen
Was diesen Tag besonders gemacht hat, war nicht nur die Menge des gesammelten Mülls, sondern die Haltung der Schüler*innen. Mit viel Einsatz, Neugier und Teamgeist haben sie sich der Challenge gestellt. Gleichzeitig entstanden Gespräche über Umweltverschmutzung, Verantwortung und mögliche Lösungen.
Genau diese Verbindung aus aktivem Handeln und Reflexion ist es, die solche Projekte so wertvoll macht.
Ein Tag, der Wirkung zeigt
Am Ende bleibt nicht nur ein sauberes Stück Natur, sondern vor allem die Erfahrung, selbst etwas bewirken zu können. Die Cleanup Challenge hat gezeigt, wie viel Energie und Engagement in jungen Menschen steckt – wenn man ihnen den Raum gibt, aktiv zu werden. Und sie hat deutlich gemacht, dass Nachhaltigkeit nicht abstrakt sein muss, sondern direkt vor der Schule beginnt.
Wir blicken auf einen intensiven, motivierenden und rundum gelungenen Tag zurück und bedanken uns bei allen Beteiligten für ihren Einsatz.
Eines ist sicher: Das war nicht die letzte Cleanup Challenge.











