Warum treiben hier Holzflaschen im Wasser?
Die Holzflaschen wurden von unserem Team bei einer Cleanup-Aktion am 14.03.2026 in Düsseldorf Kaiserswerth an Rheinkilometer 755 im Rhein ausgesetzt.
Sie sind nummeriert und mit einer Mail-Adresse versehen. Wenn jemand eine Flasche findet und meldet, können wir nachverfolgen, welchen Weg sie im Fluss hinter sich gelegt hat.
So entsteht nach und nach ein Bild davon,
- wie weit Gegenstände im Wasser treiben
- wie schnell sie unterwegs sind
- und wo sie möglicherweise hängen bleiben.
Die Flaschen sind dabei nur ein Symbol. Denn das, was wir damit zeigen wollen, passiert jeden Tag – nur mit
echtem Müll.
Das Problem: Müll reist über Flüsse bis ins Meer
Ein Großteil des Mülls in den Weltmeeren gelangt über Flüsse vom Land aus ins Meer. Schätzungen zufolge werden etwa 80 % des Meeresmülls über Flüsse transportiert (Bundesverband Meeresmüll e.V. o.J.)
Auch große europäische Flüsse sind davon betroffen. Untersuchungen zeigen, dass allein der Rhein jedes Jahr mehrere tausend Tonnen Müll Richtung Nordsee transportiert (Uni Bonn 2026).
Dieser Müll stammt fast immer aus unserem Alltag: Verpackungen, Plastikteile, Zigarettenstummel oder andere Gegenstände, die achtlos weggeworfen werden oder über Regenwasser in die Flüsse gelangen.
Einmal im Wasser, kann der Müll kilometerweit treiben – durch Städte, über Landesgrenzen hinweg und schließlich bis ins Meer.
Aktion „Müll auf Reisen“
Mit der Aktion „Müll auf Reisen“ wollen wir genau diesen Weg sichtbar machen.
Die Holzflaschen funktionieren wie eine moderne Flaschenpost:
Jeder Fund zeigt uns, wie weit ein Gegenstand treiben kann. Manchmal nur ein paar Kilometer, manchmal hunderte oder noch viel weiter.
Je mehr Menschen ihre Funde melden, desto besser können wir nachvollziehen, wie sich Müll tatsächlich über unsere Flüsse bewegt.
Wenn Du eine Flaschenpost gefunden hast:
- Melde den Fund per E-Mail oder über das untenstehende Formular.
- Wirf die Flaschenpost anschließend wieder an der gleichen Stelle ins Wasser, damit wir ihren weiteren Weg verfolgen können.
- Wenn Du möchtest, schick uns gerne ein Foto vom Fundort per E-Mail.
So hilfst Du dabei, sichtbar zu machen, was normalerweise unbemerkt durch unsere Flüsse treibt.










