Tatort Straße
12.900 Beweisstücke konnten sichergestellt werden
Am 11. April 2026 wurde der Joachim-Erwin-Platz in der Düsseldorfer Innenstadt für vier Stunden zum Schauplatz einer ganz besonderen Aktion im Rahmen des Projekts „Sauberes Hier, Sauberes Morgen“. Unter dem aufmerksamkeitsstarken Titel „Tatort Straße“ verwandelte sich der Platz in einen inszenierten Ermittlungsort – mit klarer Botschaft: Zigarettenkippen sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein ernstzunehmendes Umweltproblem.
Der Bereich wurde stilecht wie ein Tatort abgesperrt, und jede einzelne Zigarettenkippe galt als Beweisstück.
Insgesamt waren acht Teammitglieder an der Aktion beteiligt, die nicht nur beim Cleanup unterstützten, sondern auch als Statist*innen im Look einer Spurensicherung auftraten: Mit Overalls, Masken, Handschuhen, Lupe und Kamera sicherten sie den „Tatort“ und sammelten Beweise. Zusätzlich wurden die auf dem Boden liegenden Zigarettenkippen mit Kreidekreisen markiert – ein eindrückliches Bild, das sichtbar machte, wie viele Kippen sich direkt unter unseren Füßen befinden.
Im Mittelpunkt stand ein spezialisiertes Cleanup, bei dem gezielt Zigarettenreste gesammelt wurden. Unterstützt wurde die Aktion durch zehn überdimensionale Objektinstallationen in Form von Zigarettenkippen, die nicht nur visuell beeindruckten, sondern auch Teil einer interaktiven Rallye waren.
Wissen spielerisch entdecken
An den zehn Stationen konnten Teilnehmer*innen aller Altersklassen Fragen und Aufgaben rund um das Thema Zigarettenkippen lösen. Dabei ging es unter anderem um deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Jede Station lieferte einen Lösungsbuchstaben – wer alle Aufgaben meisterte, konnte daraus ein Lösungswort bilden.
Die Rallye wurde sehr gut angenommen und von zahlreichen Besucher*innen durchgeführt. Als kleine Belohnung warteten praktische Gewinne wie Taschenascher oder Jutebeutel – hilfreiche Begleiter für einen nachhaltigeren Alltag.
Aufklärung, die hängen bleibt
Die auffälligen Installationen sorgten für viele neugierige Blicke. Zahlreiche Passant*innen blieben stehen, kamen ins Gespräch und setzten sich mit einem oft unterschätzten Problem auseinander. Besonders eindrücklich war für viele die Erkenntnis, dass Zigarettenfilter aus Kunststoff bestehen und mehrere hundert Jahre benötigen, um zu zerfallen – wobei sie letztlich als Mikroplastik in den natürlichen Kreislauf gelangen.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt der Aktion war eine symbolische „Leiche“ aus Zigarettenkippen – ein mahnendes Bild für die Folgen unseres Konsumverhaltens. Die Botschaft dahinter: Was achtlos in der Umwelt landet, kehrt über Umwege zu uns zurück.
Starke Bilanz
Insgesamt konnten während der vierstündigen Aktion rund um den Joachim-Erwin-Platz 12.900 Zigarettenkippen gesammelt werden. Eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie groß das Problem ist – und wie wichtig solche Aktionen für Aufklärung und Veränderung sind.
„Tatort Straße“ hat eindrucksvoll bewiesen, dass kreative Ansätze Menschen erreichen, sensibilisieren und zum Umdenken bewegen können. Ein wichtiger Schritt hin zu einem sauberen Heute und einem nachhaltigeren Morgen.
Nicht verpassen: Die nächste Aktion findet schon am 23. Mai in Düsseldorf-Benrath statt!
Dieses Projekt wird gefördert von der Stiftung Nachhaltigkeit der Stadtsparkasse Düsseldorf.

































