Nachhaltigkeit kennt keine Grenzen
Projekttag mit dem Lessing-Gymnasium und Austauschschüler*innen aus Barcelona
Am Montag durften wir eine ganz besondere Aktion gemeinsam mit dem Lessing-Gymnasium erleben. Im Rahmen ihres Erasmus+ Projekts waren spanische Austauschschüler*innen aus Barcelona zu Besuch. Bereits im Februar waren die Jugendlichen selbst nach Spanien gereist und diese Woche fand der Gegenbesuch statt.
Der Austausch sollte dabei nicht nur die Sprachkenntnisse fördern, sondern stand vor allem unter dem Thema Nachhaltigkeit.
Umso mehr haben wir uns gefreut, den Schüler*innen zeigen zu dürfen, wie Umweltschutz ganz praktisch und direkt funktionieren kann. Während draußen fleißig Müll gesammelt wurde, wurde parallel mit unserer Recyclingwerkstatt gearbeitet. So konnten die Jugendlichen Nachhaltigkeit gleich auf mehreren Ebenen erleben: Einerseits durch das direkte Handeln in der Umwelt, andererseits durch das Weiterverarbeiten von Materialien, die sonst einfach im Müll gelandet wären.
Mit insgesamt 22 Schüler*innen konnten wir ganze 164,08 kg Müll sammeln. Für viele war es erstaunlich, wie viel Abfall sich in der Umgebung ansammelt – gleichzeitig war die Motivation groß, aktiv etwas zu verändern. Besonders schön war, wie engagiert und selbstverständlich die Jugendlichen zusammengearbeitet haben, trotz kleinerer Sprachhürden.
Beim Recycling kamen viele spannende Fragen auf, denn die Schüler*innen hatten durch ihren Austausch in Spanien bereits einiges zum Thema Nachhaltigkeit gelernt und kannten viele Grundlagen. Deshalb wurde es schnell sehr konkret: Welche Materialien lassen sich wirklich recyceln? Welche Kunststoffe funktionieren in der Praxis – und welche nicht?
Zusätzlich gab es ein Quiz rund um Nachhaltigkeit, bei dem die 9.-Klässler*innen ihren eigenen Konsum reflektieren konnten. Dabei ging es darum, alltägliche Gewohnheiten zu hinterfragen und gemeinsam nachhaltige Alternativen zu entdecken. Viele merkten schnell, wie kleine Entscheidungen im Alltag eine große Wirkung haben können und wie viel Potenzial in bewussterem Konsum steckt.
Auch sprachlich war der Tag ein echtes Highlight. Neben Deutsch und Englisch wurden natürlich immer wieder spanische Begriffe eingebaut und wir konnten selbst noch einiges lernen. Wörter wie „mosquetón“ (Karabiner), „peonza“ (Kreisel) oder auch „tira fuerte“ („kräftig ziehen“).
Begriffe, die man beim Recycling mit Blockblocks eben so braucht.
Wir bedanken uns herzlich für diesen gelungenen Tag, die tolle Zusammenarbeit und die Möglichkeit, Umweltschutz international zu denken.
Es war schön zu sehen, wie viel Motivation und Offenheit die Jugendlichen mitgebracht haben und wie Nachhaltigkeit über Ländergrenzen hinweg verbinden kann.



























